Die Forstbekleidung ist unerlässlich, bei Arbeiten mit der KettensägeForstarbeiter mit Forstbekleidung

Was früher bei der Waldarbeit als unvermeidbarer Unfall galt, ist heute auf jeden Fall ein vermeidbares Thema. Die Forstbekleidung ist unerlässlich, bei Arbeiten mit der Kettensäge. Wer mit scharfen Werkzeugen oder Kettensägen arbeitet, setzt sich einer hohen Gefahr aus. Um Verletzungen vorzubeugen steht der Schnittschutz an erster Stelle. Wegen dem enorm hohen Risiko gibt es für Forstarbeiter bestimmte Vorschriften. Ein Forstarbeiter darf ohne geprüfte und ausgewählte Forstbekleidung seine Arbeit nicht antreten. Auch wenn es im privaten Bereich keine Pflicht ist, ist es auf jeden Fall ratsam Forstbekleidung zu tragen, um unangenehme Unfälle zu verhindern.

Was gehört zu der Forstbekleidung?

Die Waldarbeiter tragen ständig eine vollständige Schnittschutzausrüstung, wenn sie bei der Arbeit sind. Diese besteht aus einer Schnittschutzhose, Forsthandschuhe, Forsthelm mit Visier, Schnittschutzjacke und die Schuhe oder Stiefel mit Schnittschutz. Für den privaten Gebrauch muss nicht die komplette Schutzausrüstung herbei. Allerdings ist es wichtig eine Schnittschutzhose, Schnittschutz Stiefel sowie ein Forsthelm zu tragen.

Funktion

Schnittschutzhose, Schnittschutzjacke und Forsthandschuhe verfügen über eine Schnittschutz-Einlage. Diese Einlage hat die wichtige Aufgabe, die Kette von der Kettensäge direkt zum Stillstand zu bringen und den Mensch vor einer schweren Schnittverletzung zu schützen. Es gibt zwei verschiedene Arten von Schnittschutz, der blockierende Schnittschutz sowie der verzögernde Schnittschutz. Beide Arten verfügen über unterschiedliche Funktionen, diese öfter schlimme bis hin zu lebensbedrohlichen Unfälle verhindern. Schnittschutzbekleidung wie die Schnittschutzhose gewährt keinen 100-Prozentigen Schutz, sondern verhindert schlimmere Unfälle.

Blockierender Schnittschutz:

Bei der Schnittschutzhose kommt am häufigsten der blockierende Schnittschutz zum Arbeitseinsatz. Dieser ist aus einer Art Kissen hergestellt, welches in der Hose eingenäht ist. Die Kissen sind aus mehreren Lagen verwebter Polymerfäden, diese sind enorm reißfest. Wenn schlagartig der unerwünschte Fall eintritt und die Kettensäge die Hose berührt, zerreißt die Kette zuerst den obenliegenden Stoff der Schnittschutzhose. Danach treffen die Zähne der Kettensäge auf die Schnittschutzeinlage und ziehen die einzelnen Fäden aus dem Gewebe heraus. Diese Fäden werden zum Antriebsritzel von der Kette weitertransportiert, verheddern sich und blockieren das Antriebsrad. Die Kettensäge kommt zum Stillstand und das tiefere einschneiden bis zum Knochen bleibt aus.

Verzögernder Schnittschutz:

Der verzögernde Schnittschutz hat die Aufgabe die Kette bis zum stillstand auszubremsen bevor das Material komplett zerschnitten ist. Dabei kommen bestimmte Gemische aus Gummi, die hauptsächlich in Gummistiefeln zu finden sind zum Einsatz. Außerdem extrem festes Vlies aus Aramiden, dieses sind Polyamide, bei denen bestehen die Monomere aus aromatischen Verbindungen. Eines der weit verbreitetsten Aramiden ist Kevlar. Auch Zehenschutzkappen, die aus einer Stahl-Einlage bestehen wirken verzögernd. Die Energie, die diese Kette zum Zerschneiden der Einlage benötigt, entnimmt sie der Bewegungsenergie der Kette. Dadurch wird die Kette langsamer bis hin zum stillstand. Dieser verzögernde Schnittschutz kann eine auslaufende Kette ausbremsen, aber keine mit laufendem Motor.

Kosten

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Bei der Wahl der geeigneten Schnittschutzhose, Forsthelm, Schnittschutzschuhe, sowie Forsthandschuhen spielen viele Faktoren eine große Rolle. Aber es geht erstmal darum, für welchen Zweck die Forstbekleidung ist. Wer hin und wieder Brennholz für den Winter macht oder leichte Baumpflege Arbeiten im Garten, benötigt keine Schnittschutzhose für 300 €. Für den gelegentlichen Gebrauch gibt es einfache und gute Schnittschutzhosen für wenig Geld. Es gibt Schnittschutzhosen oder sogar ein komplettes Schnittschutz-Set zwischen 50 und 100 €